Ich fühle mich in meiner Beziehung unverstanden

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Wenn Alltag die Beziehung beherrscht, wird der Ton härter In den meisten Ehen ist es nach ein paar Jahren so weit. Der Alltag kehrt ein. Die Zeiten, in denen man echtes Interesse für- und aneinander hatte, schwinden. Nun kommt es… Read More

Wenn Alltag die Beziehung beherrscht, wird der Ton härter

Sich unverstanden zu fühlen, macht sehr traurig

In den meisten Ehen ist es nach ein paar Jahren so weit. Der Alltag kehrt ein. Die Zeiten, in denen man echtes Interesse für- und aneinander hatte, schwinden. Nun kommt es immer mehr zu Situationen in der Beziehung, in der Frau sich unverstanden fühlt.

Ihr Mann und Partner begegnet ihr nicht mehr mit der gleichen Aufmerksamkeit, wie zu Beginn der Beziehung. Was sie auch immer sagt, er bekommt es in den falschen Hals. Spätestens jetzt gibt es auch öfter Streitereien.

Für sie ist er eigentlich der Freund, dem sie alles erzählen kann. Doch ihn scheint ihr Streit mit Freundin soundso nicht im Geringsten zu interessieren. Dabei tut der ihr sehr weh, und sie möchte ihm wenigstens davon erzählen.

Mit ihrem Seelenleben kann er jedoch nichts anfangen. Ihn interessiert ebenso wenig, was sie an ihm auszusetzen hat. Er denkt: „Wenn sie doch nur schweigen würde.“

Sie aber reagiert sehr verletzt, und weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Denn je mehr er sich seelisch von ihr entfernt, desto mehr hat sie zu nörgeln, weil sie unzufrieden ist. Da wird der Ton auch schon mal auf beiden Seiten schärfer.

Aber lassen wir eine Frau erzählen, die mit ihrem Mann 5 Jahre zusammen ist, und ein 3jähriges Kind mit ihm hat:

Das Wunder der gegenseitigen Anziehung

Meine Bedürfnisse scheinen „ihm“ nicht wichtig zu sein

„Oh, wenn ich zurückdenke, dann begann unsere Beziehung recht stürmisch. Wir lernten uns auf einer Messe kennen. Er stellte mit seiner Firma innovative Produkte vor. Ich hatte ihn schon seit geraumer Zeit beobachtet, denn er gefiel mehr sehr, so strahlend, wie er auftrat. Als ich mich seinem Stand näherte, strahlte er mich an. So kamen wir ins Gespräch, und ich merkte sofort, dass auch ich ihm sehr gefiel.

Rasch verabredeten wir uns für den Abend, … und für den nächsten und übernächsten Abend. Es hatte uns beide getroffen, wie ein Blitzschlag. Von einem zum anderen Tag konnten wir nicht mehr ohne einander. Bereits nach 3 Monaten fragte er mich, ob ich bei ihm einziehen wolle.

Er wollte eine Familie mit mir gründen. Kinder bekommen und heiraten. Noch nie hatte ich mich so wichtig gefühlt. Niemals zuvor war ich mit einem Mann zusammen, der sich so sehr für mich und meine Gefühle interessierte. Deswegen fühlte ich, wie er.

Ich war überrascht, wie schnell er alles voran trieb, konnte mein Glück kaum fassen. Wir heirateten, bekamen unser Kind und waren zu Beginn wirklich glücklich. Aber bereits in der Schwangerschaft zog er sich sichtlich von mir zurück. Er wünschte sich das Kind, ohne Zweifel. Aber dass ich, weil ich schwanger war, unpässlich und manchmal launisch war, passte ihm gar nicht.

Verzweiflung lässt Gefühle einfrieren

Seine Aufmerksamkeit widmete er meinem Bauch. Ich selbst schien keine große Rolle mehr zu spielen. Aber als ich versuchte, ihm mitzuteilen, dass ich mich vernachlässigt fühlte, bestritt er dies. Dennoch merkte ich, dass er sich immer mehr von mir zurückzog.

Das tat mir weh und verletzte mich immer mehr. Noch schlimmer war es, dass ich ihm meine Gefühle nicht mehr mitteilen konnte. Er nahm alles als Kritik wahr. Meinen Schmerz tat er ab. Meinte ich nörgele nur noch. Dabei versuchte ich doch nur, ihm meine Bedürfnisse mitzuteilen.

Ich wünschte mir beispielsweise mehr Aufmerksamkeit von ihm. Brauchte gerade in der Schwangerschaft mehr Zärtlichkeiten und Streicheleinheiten von ihm.

Meinen Wunsch, meine manchmal widerstreitenden Gefühle bezüglich der Schwangerschaft mit ihm zu teilen, ignorierte er. Mehr noch, er meinte, er würde mir doch zuhören, obwohl er jedes Mal, wenn ich davon sprach, seinem Handy mehr Aufmerksamkeit als mir schenkte.

Ich weinte viel, was er als „Hormone“ abtat. In Wirklichkeit zweifelte ich. Zweifelte daran, ob wir richtig gehandelt hatten, und ob es nicht falsch war, schwanger zu werden. In der Tat wollte ich nie allein erziehend sein, hatte aber schon in der Schwangerschaft, anderthalb Jahre nach dem Beginn unser Beziehung, Zweifel an ihr.

Ehealltag entfernt ein Paar häufig immer weiter voneinander

Er verstand mich einfach nicht. Schien sich nicht mehr wirklich für mich zu interessieren. Ja, er freute sich sichtlich, als unser Sohn zur Welt kam. Ganz der stolze Papa, den man erwarten konnte. Aber fortan schenkte er unserem Kleinen alle Liebe. Mich sah er in der Funktion als Mutter und Hausfrau. Als Geliebte spielte ich nun eine untergeordnete Rolle.

Unser Sohn ist mittlerweile 3 Jahre alt. Der Beziehungsalltag beherrscht uns. Ich bin nicht glücklich, denn für meinen Mann ist es anscheinend nur noch wichtig, dass ich funktioniere. Als Team ist alles gut. Wir arrangieren uns, und die Organisation unseres Lebens funktioniert gut. Aber ich bleibe emotional auf der Strecke, bin sehr verzweifelt.

Meine Bedürfnisse nach einer ebenfalls funktionierenden Paarbeziehung finden kein Gehör. Im Gegenteil. Er hat mich mittlerweile als die Frau abgestempelt, zu der er mich gemacht hat. Ein permanent unzufriedenes Wesen, dass an allem etwas auszusetzen hat. Ich habe ihm vom Sockel gestoßen, und seitdem ist er emotional in Deckung gegangen.

Er ignoriert mich. Meine hilflosen Versuche, ihm mitzuteilen, was ich brauche, enden in Streitereien. Ich fühle mich hilflos, kann diesem Kreislauf einfach nicht entrinnen.“

Ein Zurücksehnen der glücklichen Zeiten – Trauer

Das gegenseitige Verständnis lässt mit der Zeit nach

So weit in Kurzfassung die Problematik dieser Frau. Sie könnte auch deine, oder meine Problematik sein. Die Geschichten ähneln sich sehr. Aus einer großen Liebe wird irgendwann Alltag mit emotionalem Rückzug. Dieser führt zur gegenseitigen Unzufriedenheit.

Während die Frauen versuchen, sich für ihr Glück einzusetzen, und mit ihren Partner darüber zu reden, wehren die Männer ab. das führt zu immer mehr Nörgeleien aus Seiten der Frauen, die unglücklich sind.

Die Nörgeleien ihrerseits sorgen dafür, dass die Männer sich noch weiter zurück ziehen. Sie haben keine Lust mehr, ihren Frauen positiv zu begegnen. Zu tief sitzt die Angst, wieder etwas nicht richtig gemacht zu haben. Was bleibt, ist, dass die Frauen in der Beziehung sich nicht verstanden fühlen, und die Männer mit Rückzug glänzen.

Ein Thema, welches ich in ein paar Wochen nochmals vertiefen kann.

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